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16.07.2016

Werner traf die Rolling Stones

Heute war ich in einer Kiesgrube. Oder eher in einem Kieswerk. Ich hatte extra einen Rucksack mitgenommen in der Hoffnung dort würde etwas Kies rumliegen, aber statt Kies fand ich nur Kies vor. Und jede Menge altes Blech. Schon erstaunlich dass ein Familienbetrieb sein Firmengelände für ein Oldtimer-Nutzfahrzeug-Treffen öffnet. Ungefährlich ist es ja nicht gerade mit den vielen Steinen. Da gibt es keine Wege für Promenade-Ballerinas. Da sind eher feste Wanderschuhe angesagt. Man konnte wirklich überall rumturnen (auch wenn man es nicht durfte). Keine Absperrgitter oder Flatterbänder, mit Ausnahme am Tümpel am Steinberg 7/8. Ist ein komischer Name für einen Berg, aber die haben alle so komische Namen. Hier herrscht Ordnung, denn diese x / x weisst auf die Größe der Steine hin.

Und bei 5/6 liegen auch wirklich nur Steine der Größe 5/6. Deutsche Gründlichkeit. Auch im Fuhrpark: MAN und Mercedes. Schmutzig sind da wirklich nur die Reifen. Und möglicherweise die Aschenbecher. Aber da habe ich nicht nachgesehen.


Deutsche Gründlichkeit... Gut, wenn man in die Ecken schaut, na ja. Da steht Schrott rum. Und PKW -Oldtimer. Versteckt hinter Baumaschinen-Oldtimern. Kaum zu erreichen. Wenn man nicht Werner heißt. Aber alle Liebhaber dieser alten Autos kann ich beruhigen, denn sie stehen auf Holzbrettern und sind auch anderweitig gut versorgt. Den goldenen Ford Granada im Hintergrund hätte ich am liebsten gleich mitgenommen. Von Rost nichts zu sehen, alle Anbau- und Zierteile vorhanden und völlig unverbastelt. Aber dann hätte ich noch mehr Probleme mit meiner Verwandtschaft bekommen (Noch ein Auto!!! Du spinnst!!!). Und wenn da nicht das Thema Zecken wäre. Sonst wäre ich noch näher rangegangen.


Versteckt sind die Oldies auf dem Bild oben rechts im Eck. Der Radlader gehört der Dachauer Abbruchfirma Ettengruber ("Für uns zählt das Ganze"), die auf dem Areal des Kieswerks eine Bauschuttrecyclinganlage betreibt. Was für ein Wort: Bauschuttrecyclinganlage. Die drei Schwertransporter dahinter hatten alte LKW's zum Treffen gebracht. Die zwei weißen sind aus Belgien gekommen. Interessanter ist aber der Scania-Hauber davor, denn diese Baureihe sieht man hierzulande nicht so oft. Da die Zugmaschine durch die hinter dem Motor angeordnete Kabine länger ist als eine Zugmaschine mit über dem Motor angeordnete Kabine bleibt, aufgrund der Gesamtlängenbeschränkung, nicht mehr viel Spielraum für den Auflieger. Kurzer Auflieger, wenig Ladefläche, daher sind diese Zugmaschinen für Deutschlands Spediteure uninteressant. Interessant an dem abgebildeten Scania ist dass die dritte Achse eine Liftachse ist. Etwas Besonderes wäre auch wenn die zweite Achse eine Lenkachse wäre. Dies wäre ein Merkmal einer skandinavischen Zugmaschine. Boah, bin i gscheit!!! Hoffentlich hat's keiner gemerkt. Und ganz ohne Wikipedia.


Auch ein Haubenfahrzeug ist das neueste Restaurationsobjekt der Familie Ebenhöh, ein Magirus-Deutz Jupiter HDEL von 1963 mit einem Aufbau von Kässbohrer. Unter der Schnauze steckt ein 8-Zylinder-Dieselmotor mit 10,6 Liter Hubraum. Das sind mehr als 10 Mass Bier. Leisten tut das Ding 230 PS. Auch wenn es die Dame rechts nicht glauben mag: es gibt Schlimmeres zum restaurieren. Wohl wahr...


Schon fertig restauriert ist dieses krasze Ding. Ein russischer KrAZ 256 W von 1979. Unter der Haube stecken fast 15 Masskrüge Hubraum. Genau gesagt sind es 14,9 Liter. Die dafür wenig erscheinenden 275 PS deuten schon darauf hin dass es hier um Haltbarkeit geht. Ein zweiter, unrestaurierter KrAZ steht auch noch auf dem Gelände, deutlich zu sehen auf dem nächsten Bild hinter dem blauen Sattelauflieger.


Na, den anderen KrAZ gefunden? Ob es auch ein 256 W ist entzieht sich meiner Kenntnis. Denn wenn die Russen nicht die richtigen Schrauben parat hatten haben sie einfach ein neues Modell auf den Markt gebracht. So hat es zumindest den Anschein wenn man nicht zu tief in die Materie eintauchen möchte. Vielleicht ist es auch doch gar ein Ural. Aber ganz sicher ist es kein Lada. In so etwas musste ich schon mal mitfahren. Ob der Faun Muldenkipper auch den Ebenhöhs gehört kann ich nicht sagen, ich nehme es aber an. Technische Daten habe ich aber keine.


Neben dem Muldenkipper stand ein O&K-Bagger. Er wurde später an die Kiesgrube gefahren und die Besucher konnten für 5Û Spende zugunsten einer Stiftung für Waisen- und Halbwaisenkinder herumbaggern. Bekanntester Unterstützer dieser Stiftung ist übrigens der deutsche Fussball-Nationalspieler Thomas Müller. Zur virtuellen Version dieses 360° x 180° -Panoramas geht es hier. Was die drei "Locals" unter dem Brückenteil so interessant fanden konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Oder soll ich eher schreiben "dafür fehlte mir das nötige Fachwissen". Ja, so ist es vielleicht besser.


Von weiter oben sind links auch die zahlreich gekommenen Feuerwehrfahrzeuge zu sehen. Rechts im Bild die blauen Oldtimer der Firma Ettengruber. Zur virtuellen Version dieses 360°x180 -Panoramas geht es hier.


Obwohl die Firma Ettengruber in Dachau zu Hause ist hat dieser MAN 26.240 DHK (26t, 240PS, Dreiachser, Hauber, Kipper) ein Münchner Kennzeichen. Diese Bauform wird als Ponton-Kurzhauber bezeichnet. Kurzhauber deswegen weil der Motor nicht komplett vor der Kabine sitzt sondern halb unter dieser verbaut ist. Das abgebildete Fahrzeug von 1978 entstammt der zweiten Generation. Bei der ersten Generation waren die Scheinwerfer anstelle der silbernen Luftgitter verbaut. Und rund.


Das gleiche Kennzeichenrätsel gibt es bei diesem Henschel HS 100 AK (Hauber, Schwer, 100PS, Allrad, Kipper). Die Peilstangen halfen dem Fahrer wenigstens so halbwegs die Breite des Fahrzeugs zu erahnen. Zu sehen ist die Stoßstange von oben nicht wirklich. Dahinter steht ein Mercedes-Benz 1624 LAK (16t, 240PS, Lastwagen Hauber, Allrad, Kipper), ebenfalls von Ettengruber. Wie bei MAN waren auch bei den ersten Mercedes Ponton-Haubern die Scheinwerfer in der Haube neben dem Kühlergrill verbaut. Einer machts vor, die anderen machens nach.


Hier ist der Unterschied gut zu sehen. Was nicht gleich auffällt: das hier ist ein richtiger Kurzhauber, denn die Motorhaube dieses Modells ist 30 cm kürzer als die vom oben gezeigten blauen.


Nachmachen geht hier nicht. Ein Henschel ist ein Henschel. Wenigstens so lange Mercedes nicht das Sagen hatte. Man nehme etwas Geld in die Hand, kaufe sich einen LKW-Hersteller, ersetze den Stern durch einen Stern und schon hat man ein paar neue Modellreihen. Nicht der einzige derartige Fall. Die ersten Mercedes-Hauber nach dem Krieg sind eigentlich echte Opel.


Hier wäre so ein "Beutestück". Meines Wissens vom Mercedes-Benz Classic Center nach Gerharding gebracht. Gerharding... Gehört zu Pliening, liegt aber bei Landsham. Nur so als kleiner Hinweis für Navi-Lose wie mich.

Ach ja, und aus Magirus-Deutz wurde IVECO. Aber all diese Geschichten sind noch zu verstehen. Wer es wirklich kompliziert haben möchte dem empfehle ich sich mal mit der englischen Automobilgeschichte zu beschäftigen. Ein Stichwort wäre "British Leyland". Oder BMC. Da fuhren zeitweise japanische Hondas als englische Triumph in der Gegend herum. Gott bewahre uns vor Wetter und Wind und Autos die aus England sind. Aber zurück Seriösität. Und zu Magirus-Deutz Iveco bimbambum.


Zwar kein Ettengruber aber auch blau und dort abgestellt war dieser Iveco Magirus 160/17 von 1991. Was mich an diesem Fahrzeug wundert ist das H-. Kennzeichen. Ein H-Kennzeichen bekommen nur Fahrzeuge die 30 Jahre und älter sind. Ich war zwar nicht gut in Mathe aber 2016 minus 1991 sind auch bei mir nur 25. Fehlen da nicht noch 5 Jahre? Oder macht es die kreative Aufschrift auf den Türen? Da steht "Historischer Erdbau".... Ja, das wird es wohl sein. Wobei... der 160/17 hat eigentlich einen höheren Kühlergrill. Sehr suspekt. Die Geschichte mit Iveco war bei diesem Fahrzeug schon am laufen. Zu erkennen am kleinen, verschämt in der obere rechte Ecke des Kühlergrills platzierten Iveco-Logos.


Weiter oben habe ich geschrieben "aus Magirus-Deutz wurde IVECO". Stimmt nicht ganz. Denn der Name Magirus wurde noch eine Zeit lang mitgezogen. Zu erkennen am kleinen Magirus-Schriftzug am Kühlergrill. An diesem Iveco-Magirus 330-32 AN 6x4 von 1985 ist bereits das stilisierte Ulmer Münster weggefallen (siehe ein Bild vorher). Die orangene Zugmaschine hat übrigens einen luftgekühlten V10-Motor mit fast 16 Liter Hubraum und 330 PS.


Die frühere Geschichte der "Bullen" sah so wie auf diesem Bild aus, namentlich Uranus (Eckhauber 2. Generation). Da konnte das Ulmer Münster nicht groß genug sein. Der Schriftzug Magirus-Deutz versteckte sich dagegen noch seitlich auf der Motorhaube. Das ist übrigens ein F 250 D 22 A KW 16. Heben kann der kleine 16 Tonnen.


Andere Bauformen haben ebenfalls die Ulmer Werkshallen verlassen. Irgendwann nach 1973 wurde dieser 170 D 15 FAK (170 PS, D-Baureihe, 15t, Frontlenker Allrad Kipper) gebaut. Nach 1973 ist an den drei statt zwei Scheibenwischern, dem einteiligen Kühlergrill und dem darauf angebrachten Schriftzug zu erkennen. Bitte alle hier gelieferten Informationen abspeichern, ich frage sie beim nächsten Wiedersehen ab. Ich mach mir doch diese ganze Arbeit hier nicht zur eigenen Belustigung. Ich sag nur Bildungsauftrag. Und vielleicht um es auch denjenigen zu zeigen die behaupten ich hätte nichts drauf, ich würde Nichts tun. Die letzten Wochen waren für mich alles andere als lustig. Und es geht so weiter. Ich kann auch etwas, ich weiß auch etwas, nur niemanden interessiert es. Hat halt nichts mit Kies zu tun. Um in diesem Zusammenhang nicht das Wort Geld zu verwenden. Es ist halt nicht jeder gleich, und wenn jemand anders ist hat niemand das Recht schlecht über diesen zu reden.


Wenn dieses Vehikel aufgrund seiner Konstruktion mal umgekippt stellt man es auch wieder auf die Beine. Entschuldigung, Räder. Auf die Beine / Räder stellen und weiter geht's. Gut, dieses Ding ist eine Maschine. Da kann man mit einigen Hammerschlägen so Einiges nachher auch wieder in Gang bringen. Bei einem Menschen bewirkt man so aber das ganze Gegenteil. Und da müssen es nicht mal Hammerschläge sein. Wenn eine Maschine am Boden liegt, stellt man sie wieder auf. Wenn ein Mensch am Boden liegt, rümpft man die Nase. In 16 Jahren hätte man viel bewegen können. Aber nicht wenn man nur mit dem Finger auf jemanden zeigt. Eine Maschine die nicht läuft kann man wieder in Gang setzen. Mit einem Menschen ist das auch so. Man muss sich nur mit ihm beschäftigen. Man muss nur wollen und Interesse zeigen. Warum ist die Situation so wie sie ist... Gute Frage. Mein Tipp: einfach mal nachfragen. Kostet nichts. Und ist nicht an Paragraphen gebunden. Ich rede mit jedem. So lange er nicht auf mich herabblickt.


Wie meinte mal jemand vor so ungefähr zehn Jahren zu mir... meine Eltern wären alt, mit denen könne man nichts mehr anfangen. Gut, jeder kommt einmal ins Alter und ist dann froh wenn er noch gebraucht wird. Dieser Borgward B 2000 A von 1957 war seit seiner Geburt immer angemeldet. Er ist nicht nur rein optisch nicht mehr der Frischeste, man hat ihn aber nie aufgegeben. Er trägt sogar noch sein erstes Kennzeichen. Diese Schilderform wurde 1955/56 eingeführt.


Zum Vergleich hier ein restaurierter Borgward B, genauer ein 655 K von 1961. Der Kipperaufbau ist in diesem Fall von Meiller. Mitgebracht zum Treffen haben dieses Fahrzeug die Gebrüder Klarwein aus Weßling. Sie betreiben ebenfalls ein Kieswerk und erledigen Abbruch-und Recyclingarbeiten.


Wie bei einem LKW nicht anders zu erwarten wird auch dieses Modell von einem Dieselmotor angetrieben. Gerundete 5.000 ccm entwickeln hier 110 PS und beschleunigen die Fuhre unbeladen in einer erwartbaren Zeit auf 80 km/h. Vollbeladen mit 9 Tonnen Gesamtgewicht könnte er eh nicht schneller. Auch wenn er wollte.


Ein anderer Borgward ist dieser B 555 von 1959. Konzeptionell eigentlich baugleich mit dem oben gezeigten 655 H, nur etwas kürzer, mit etwas weniger Nutzlast und einem Frontlenkerführerhaus. Frontlenkerführerhaus. Welch belastetes Wort. Kommt gleich nach Führerschein. Borgward war seinerzeit übrigens über Mercedes angesiedelt. Durch falsches Krisen-"Management" ging die Firma 1961 in Konkurs. Die Banken verweigerten Carl-Friedrich Borgward die für die Neuausrichtung der Firma benötigten Kredite. Ein Konkurrent weniger für Mercedes.


Ein weiterer anwesender Borgward war dieser B 4500 A/D von 1957. Ganz zusammenpassen tut mir diese Kombination von Farbe, Tiefpritsche und Schneeräumeranbauplatte nicht. Ich nehme an der eigentlich Aufbau hinten war nicht attraktiv genug und wurde durch den Holztransportaufbau ersetzt. Vorne original (dafür sprechen auch die für den Schneeräumdienst benötigten Zusatzscheinwerfer), hinten Wunschkonzert. Farbe und Fahne erinnern mich an die verflossene NVA.


A propos NVA... das hier könnte ein Fahrzeug der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik gewesen sein. Ein IFA W50 AL. Nur fehlt mir für das vor dem Kühler montierte Reserverad die Logik. Wer stattet denn sein Fahrzeug so für die Wüste aus? Die breiten Reifen sprechen wenigstens nicht für Nordkap. Oder eine Plattling-Durchquerung. Plattling ist übrigens der zweitwichtigste Ort in Niederbayern. Sagen die Straubinger. Weil sie Deggendorf nicht mögen.


Weder aus Straubing noch aus Deggendorf sondern aus dem Landkreis Oder-Spree in Brandenburg kommt dieser Robur LO 2500 A. Sieht im Stand etwas pummelig und unbeholfen aus, schlug sich aber im Gelände ganz beachtlich, wie die folgenden Bilder zeigen.


Gut, mit der Verschränkung eines Unimog kann dieser Bus nicht mithalten, aber ein Bus ist nun mal ein Bus und kein hochgeländegängiges Nutzfahrzeug.


Das ist übrigens ein Unimog. Beim erdferkeln. Genau gesagt ist es ein U 1300 L, Baujahr 1980. Es ginge noch eine Nummer größer, das wäre dann ein 1500er. Kleiner geht natürlich auch. Und älter.


Das hier ist auch ein Unimog, ein 401 von 1953. Das ist die erste Unimogbaureihe die einen Stern trug. Die Fertigung der Fahrerhäuser erfolgte durch die Firma Westfalia. Als Spitznamen bekam er Froschauge verpasst. An diesem Fahrzeug gibt es Interessantes zu entdecken, daher gleich weiter zum nächsten Bild.


So, dann mal los! Die erste Besonderheit ist die Zwillingsbereifung an der Hinterachse. Was hinten für mehr Traktion sorgt kann doch eigentlich vorne auch nicht schlecht sein. Die entsprechenden Felgen dafür hat er schon. Der breite Ring in der Mitte dient zur Aufnahme der zweiten Felge. Genauer hinsehen muss man um eine zweite Besonderheit zu entdecken. Unter dem seitlichen Blinker ist eine kleine Klappe zu erkennen. Sie dient zur Belüftung des Innenraumes und ist auch bei richtig alten VW Käfern vorhanden. Genannt werden die Klappen Rheumaklappen da die Zugluft direkt auf die Kniee von Fahrer und Beifahrer zieht. Auf der Motorhaube ist noch das ursprüngliche Unimog-Logo zu sehen. Daimler-Benz übernahm 1951 die Produktion von Boehringer.


Die Geländeeigenschaften der Unimogs sind legendär und unerreicht. Viele denken "was der kann kann ich auch" und scheitern. Und von wegen die deutsche Bundeswehr ist für einen Einsatz im Inneren nicht ausgerüstet. Wenn es bei der Feuerwehr klemmt, dann kommen die Bundis.


Und hätte der Unimog diese Situation nicht bereinigen können, dann hätte es auf jeden Fall dieses Monster geschafft: eine Best Sixty von 1919. 4 Töpfe mit 18,5 Liter Hubraum. Und 72 PS. Mein Jetta hat 1,6 Liter Hubraum und 70 PS. Nur so zum Vergleich. Und noch ein kleiner Hinweis zum Weitersagen: der Jetta wird nicht abgeschafft! Basta! Unterstützung gegen dieses persönlich motivierte "Abwatschen" wird dankend angenommen.


Wegen hochgeländegängig... das ist dieser Opel Blitz auch nicht gerade. Er hat nicht einmal Allradantrieb. Trotzdem kam er im Geländeparcour über den aufgeschütteten Kiesberg. Stöhnend, ächzend, klappernd und sonstige Geräusche von sich gebend.


Nicht ins Gelände musste dieser Krupp 1080 mit Cummins V8-Dieselmotor von 1963. Krupp stellte 1968 die LKW-Produktion ein.


Das ist noch mal ein Henschel HS 100 AK von 1961.


Acht Jahre später gebaut wurde dieser Henschel H 161 AK, der von den Kieswerken Ebenhöh restauriert wurde. Mit 230 PS zieht er einen Kässbohrer Tieflader mit einer 21 Tonnen schwere Kaelble PR660 Planierraupe von 1960 hinter sich her. Alle Achsen des Aufliegers lenken übrigens bei Kurvenfahrt mit.


Hier ist von vorne bis hinten alles Kaelble. Dieser K 645 Z von 1958 zieht ebenfalls einen Tieflader hinter sich her, beladen mit einer W10 Straßenwalze.


Einige Nummern handlicher ist dieser seltene Peugeot D3A. Da hat sich jemand sehr viel zugetraut. Ersatzteile für französische Lieferwagen zu bekommen ist nicht gerade leicht. Ohne Beziehungen nach Frankreich geht da gar nichts. Gebaut wurde diese Modellreihe von 1946 bis 1955. Nach "getaner Arbeit" wurden diese Fahrzeuge oft einfach irgendwo in der Landschaft abgestellt und rotteten dort vor sich hin.


Probleme mit der Ersatzteilversorgung gibt es bei diesen beiden Gesellen nicht. Dafür sorgt der Stern.


Hier mal ein Blick über den Parkplatz. Das graue Gebäude im Hintergrund ist Gesteinsgrößenbrech- und Sortieranlage. Die Förderbänder verfrachten die Steine dann sortenrein auf die entsprechenden Hügel.


Hier endet eines dieser Förderbänder. Das Panorama zeigt das Areal mit den Ständen diverser Aussteller und das Festzelt. Der Blick geht hier Richtung Westen. Zur virtuellen Version geht es hier.


Der selbe Hügel, anderer Standpunkt. Unten auch wieder die verschiedenen Aussteller. Hier geht der Blick nach Osten. Zur virtuellen Version geht es hier.


Hier noch ein Blick von einem andern Hügel. Zur virtuellen Version geht es hier.


Unterhalb des letzten Hügels versteckte sich dieser Ebenhöh-DAF FT 2300. Er war mir fast etwas zu perfekt restauriert. So hochglänzend war er sicher nicht einmal als er 1980 die Werkshallen verlies.


Natürlich durfte auch das nicht fehlen: FC Bayern. Und vor der Windschutzscheibe steht "König der Löwen". Mehr sag i net.


Aber zu meiner Beruhigung stand nicht weit entfernt der wahre König der Löwen. Und das auch noch mit einem Münchner Kennzeichen. Bei beiden Club-Fahrzeugen handelt es sich um MAN TGL Sattelzugmaschinen.


Ein älterer MAN ist dieser F8 16.320 von 1974. Das Fahrerhaus ist aber nicht von MAN sondern von Saviem. Die Baureihen F7, F8 und F9 waren echte Europäer. Baugleich gab es diese Fahrzeuge von Saviem aus Frankreich, ÖAF aus Österreich, Roman aus Rumänien, R‡ba aus Ungarn und eben MAN aus Deutschland. Seit der Übernahme von Büssing durch MAN im Jahre 1971 befindet sich der Braunschweiger Löwe, das Markenzeichen von Büssing mit auf dem MAN-Kühlergrill.


Das hier ist so ein oben erwähnter ÖAF, ein 38.320 DFAK von 1975 mit einem Kipperaufbau von Meiller. Der V10-Motor hat fast 16 Liter Hubraum und leistet 320 PS. Das Eigengewicht beträgt 12,5 Tonnen, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 22 Tonnen.


An diesem Büssing BS 20 ist der Braunschweiger Löwe gut zu erkennen. Eine Besonderheit von Büssing war dass einige LKW- Modelle auch mit Unterflurmotor erhältlich waren. Dieser Kipper hat einen normalen Motor, zu erkennen am vorhandenen Kühlergrill. Die Unterflurmotoren befanden sich hinter der Vorderachse liegend im Fahrzeugrahmen.


Aus einer Zeit in der noch niemand an eine Übernahme durch MAN dachte ist dieser 1962 Büssing Burglöwe LS 55 AK.


Ein echter und seltener Österreicher ist dieser Gräf & Stift L200, gebaut zwischen 1957 und 1959.


Ziemlich weit oben hatte ich zwei Schwertransporter aus Belgien erwähnt. Der eine war beladen mit diesem Scania 141...


...der andere mit diesem 1969er Scania-Vabis L110.


Ein paar Traktoren waren auch anwesend. Hier riecht man dass man mit so etwas fast jedes Öl verfeuern kann. Zumindest mit dem vordersten. Gelaufen ist er leider nicht sonst gäbe es hier ein Video vom fffffffwbuuffffff buffff buffff... Es ist ein Lanz Bulldog 3506 von 1950. In meinem Archiv befindet sich ein Verkaufsprospekt als Original. Und nicht nur von diesem Typ. Wert? Sag ich nicht...


Zum Schluss noch ein paar neue Laster. 2016er Mercedes Antros. Könnten fast Pressefotos sein.

So, das soll es mal gewesen sein. Ich hätte noch mehr Fotos aber die passen nicht alle hier rein. Ich habe diese paar Zeilen einfach mal getippt. Keine Ahnung ob jemand bis hier gelesen hat. Wenn nicht, dann nicht.

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